267 Beiträge eingereicht

Gestern war Einsendeschluß für den Michel-Houellebecq-Preis. Wir sind überwältigt: Uns haben 267 Beiträge erreicht. Damit haben sich so viele junge Autoren und Künstler wie noch nie zuvor an unserem Jugendkulturpreis beteiligt.

Wie geht es nun weiter?

Wir werden die Beiträge zunächst sichten und sortieren. Danach werden sie unserer Jury vorgelegt. Aufgrund der vielen Beiträge gehen wir davon aus, daß es bis Februar 2015 dauern wird, bis wir eine Entscheidung über die Gewinner bekanntgeben können.

Danach werden die besten Beiträge für eine Veröffentlichung vorbereitet, die für Mai 2015 geplant ist. Wann genau die Preisverleihung stattfindet, steht noch nicht fest. Aber es wird eine geben. Freut euch drauf!

Houellebecq-Preis 2014/15 gestartet

houellebecq jugendkulturpreisAb sofort können Beiträge für den Michel-Houellebecq-Jugendkulturpreis eingereicht werden. Der Einsendeschluß für die Beiträge ist der 30. November 2014. Das Thema lautet »Sprung in die Kampfzone«.

Bei euren »Sprüngen in die Kampfzonen« kann es zum Beispiel um folgendes gehen:

  • Wieviel Freiheit gibt es für den Menschen noch? Wo wird unser Leben (zum Beispiel durch technischen Luxus, übertriebene Sexualisierung sowie Konsum) einseitig bestimmt und zur »Kampfzone«?
  • Wo kann der Mensch noch Orientierung und Halt finden?
  • Kann er aus den Kampfzonen flüchten? Oder ist er zum Kämpfen verdammt?

Teilnahmebedingungen

Jeder, der das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, kann am Houellebecq-Jugendkulturpreis teilnehmen. Es können von jedem Teilnehmer auch mehrere Werke eingereicht werden.

Preise

Der erste Platz wird mit 300, der zweite mit 200 und der dritte mit 100 Euro belohnt. Zudem sollen die besten Beiträge veröffentlicht werden und es findet eine Preisverleihung statt. Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Künstlern, Publizisten und Kulturschaffenden, entscheidet über die Gewinner.

Darstellungsformen

Lyrik, Prosa und die visuellen Künste (Video, Fotographie, Malerei, …). Solltest du eine Kurzgeschichte schreiben wollen, dann orientiere dich bitte an einer Obergrenze von 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen).

Einsenden der Beiträge

Bitte sendet die Beiträge an info@nach-dem-gedankenstrich.de oder über das Kontaktformular (ein Datenanhang möglich). Wer seine Werke per Post einreichen möchte, schickt diese bitte an die angegebene Adresse im Impressum. Nach Eingang der Einsendung erhaltet ihr (spätestens wenige Tage danach) eine Bestätigungsnachricht.

Ausrichter des Houellebecq-Preises

Der gemeinnützige Verein Journalismus und Jugendkultur Chemnitz e.V. richtet den Preis aus.

Kontakt

info@nach-dem-gedankenstrich.de, 0351/30941228

Bild: Auf Grundlage von Rachel Tanugi Ribas / flickr.com / CC BY 2.0

Alexander Schleyer gewinnt Kafka-Jugendkulturpreis

Der 25-jährige Alexander Schleyer aus Wien gewinnt mit seinem Gedicht »Vielfalt« den Franz-Kafka-Jugendkulturpreis. Der in Bonn aufgewachsene Nachwuchsschriftsteller reichte insgesamt sechs Gedichte ein, die sein großes Talent belegen. Besonders überzeugt hat »Vielfalt«, weil es die »Alternativlosigkeit« unserer Zeit in wenigen Worten zum Ausdruck bringt. Schleyer ist mit seinem Sieg beim Kafka-Jugendkulturpreis der Nachfolger des Marburger Studenten Ben Niclas Berressem, der 2011 den Rilke-Jugendkulturpreis gewonnen hatte.

Platz zwei belegt der 26-jährige Künstler Arturo Ornelas aus Wuppertal. Der gebürtige Mexikaner hatte sich bereits vor zwei Jahren am Rilke-Preis beteiligt. Damals schaffte er es nicht unter die ersten Drei, jedoch wurde sein eingereichtes Werk mit einer Veröffentlichung in unserem Buch Erste Worte nach dem Gedankenstrich ausgezeichnet. Die nun für den Kafka-Preis eingereichte Zeichnung »amor fati« zeigt, daß der Künstler sich in den letzten zwei Jahren noch einmal bedeutend gesteigert hat.

Platz drei erreichte die 21-jährige Geraldine Reichard aus Bonn. Reichard ist es mit ihrer Kurzgeschichte »Arielle« gelungen, das Thema »Unbegründete soziale Ausgrenzung« kafkaesk umzusetzen. Sie beschreibt ähnlich wie Kafka, wie durch dubiose Anschuldigungen und Vermutungen aus einem Menschen in unserer Gesellschaft ein »Unmensch« werden kann.

Der erste Platz des Kafka-Jugendkulturpreises wird mit 300 Euro honoriert. Der zweite mit 200 und der dritte mit 100 Euro. Die Siegerbeiträge sowie ausgewählte weitere Einsendungen werden im März 2013 veröffentlicht. Zudem ist noch eine Preisverleihung mit Schleyer, Ornelas und Reichard geplant.

Kafka-Preis gestartet: Jetzt Beiträge zu »Alternativlosigkeit« einreichen

Habt ihr schon den Startschuss für den Franz-Kafka-Jugendkulturpreis 2012 zum Thema »Alternativlosigkeit« vernommen? Bis zum 15. November 2012 habt ihr die Chance, Lyrik, Prosa und Kunst (Malerei, Fotographie, Video, …) bei uns einzureichen und damit schöne Preise abzusahnen. Teilnehmen kann jeder, der das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten hat. Die Beiträge schickt ihr bitte an info@nach-dem-gedankenstrich.de oder sendet sie über unser Kontaktformular (ein Datenanhang möglich).

Mehr Infos zu unserem Kafka-Preis gibt es hier. Eine inhaltliche Einstimmung findet ihr hier.

Franz Kafka I: Angst vor dem Lärm der Gesellschaft

Die eigenen Ansprüche eines Autors an seinen Text sollten möglichst höher sein als die tatsächlichen Erwartungen der späteren Leser. Fatal wird diese Faustregel, wenn eine Mischung aus Perfektionismus und Unsicherheit zur Nichtveröffentlichung von großartigen, vielleicht sogar weltbewegenden Texten führt. Ein Autor, bei dem diese Mischung zweifellos vorhanden war: Franz Kafka. Er ging sogar so weit, seinen Freund und späteren Nachlassverwalter Max Brod zu beauftragen, nach seinem Tod die weitere Verbreitung seiner Werke zu verhindern. Nur dem eigenmächtigen Handeln Brods ist es zu verdanken, dass die ganze Welt Kafkas literarische Juwelen zu Gesicht bekam. Weiterlesen

Franz Kafka II: Verwandlung und Alternativlosigkeit

1915 veröffentlichte Kafka die Erzählung „Die Verwandlung“. Der kleine Versicherungsangestellte Gregor Samsa verwandelt sich darin über Nacht in ein Ungeziefer. Am meisten fällt dabei die Untätigkeit der Familie auf. Solange sie noch denkt, der in seinem Zimmer eingeschlossene Gregor wäre nur krank, schicken sie seine Schwester um einen Arzt zu holen. Dieser trifft jedoch erst ein, nachdem Gregors Verwandlung herausgefunden wurde und wird abgewimmelt. Die Hoffnung auf Heilung wird von der Angst vor öffentlicher Verurteilung verdrängt. Weiterlesen