„Erste Worte nach dem Gedankenstrich“: Fazit nach einem Jahr Rilke-Preis

Der Rainer-Maria-Rilke-Jugendkulturpreis ist das erfolgreichste und größte Projekt, das unser Verein seit seiner Gründung 2009 angepackt hat. Entstanden ist am Ende das Buch Erste Worte nach dem Gedankenstrich. Beiträge zum Rilke-Preis, das auf knapp 150 Seiten die besten Gedichte, Kurzgeschichten und Bilder der Teilnehmer des Wettbewerbs versammelt. Zudem finden sich in dem Buch wegweisende Artikel von jungen Autoren zu dem Lebenswerk des großen Dichters sowie zum Spannungsfeld von „Pop & Nische“. 

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: daß man ein Beginner werden muß. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einem jahrhundertelangen Gedankenstrich.“ (Rainer Maria Rilke)

Vor ca. einem Jahr starteten wir den Wettbewerb. Zuerst gingen wir davon aus, mit dem Preis etwa 30 jugendliche Dichter und Kulturschaffende anzusprechen und hofften, daß dabei eine Handvoll guter Arbeiten dabei ist, die wir in einem Heft abdrucken können. Doch schon wenige Wochen nach dem Start des Jugendkulturpreises hatten sich mehr als diese 30 Jugendlichen beworben. Am Ende sollten uns 170 Einsendungen vorliegen und wir waren von der ansprechenden Qualität begeistert.

Es kam noch besser: Ein Verlag unterstützte den Preis und wollte mit uns ein Buch gestalten. Dieses erschien schließlich zur Leipziger Buchmesse 2011. Erste Worte nach dem Gedankenstrich. Beiträge zum Rilke-Preis umfaßt drei Kapitel. Im ersten Teil „Rilke“ geht es um eine Annäherung an das Schaffen dieses Dichters von Weltrang und den Umgang mit seinem Werk heute. Dieses Kapitel steht ganz im Zeichen einer künstlerischen Bewunderung. Im zweiten Kapitel thematisieren mehrere Autoren den Gegensatz „Pop & Nische“. Es stehen Theorien über unsere Kultur im Mittelpunkt, die das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und den durch die Mediengesellschaft diktierten Bedingungen ausloten. Im dritten Kapitel „Jugendkultur“ sind die besten Beiträge abgedruckt, die zum Rilke-Preis eingesandt wurden.

Gewonnen hat der Marburger Student Ben Niclas Berressem mit dem Gedicht „Imperium Romanum“. Den zweiten Platz belegte die Schülerin Eva Ulrike Henter-Besting. Den dritten Platz erreichte der Künstler Dominik Schmitt. Alle im Buch abgedruckten Beiträge zeichnen sich durch einen „Willen zur Form“ aus, betonte im Nachgang ein Rezensent der Presse.

 

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